Ich steh' fest

Maus und Monster auf der Bühne

Eine kleine, unscheinbare Maus und ein polteriges, vorlautes, grünes Monster treffen aufeinander und versuchen, miteinander zurecht zu kommen. Da zwei völlig unterschiedliche Charaktere aufeinanderprallen, steht ihnen die Moderatorin als Helferin zur Seite.

Maus und Monster

Gemeinsam lernen die Beiden mit Unterstützung der zuschauenden Kinder, wie sie mithilfe eines Verses ihre Stimme und ihren Körper einsetzen, um Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Es geht um Verabredung mit anderen, Höhlenbau mit Freunden, Spielen mit der Zwille und dem Nein-sagen zu Dingen, die man nicht möchte.

Kinder singen den Maus-Monster-Song

Abschließend singen alle gemeinsam den Maus-Monster-Song, der sich schnell zu einem Ohrwurm entwickelt. Und dann bekommen die Kinder noch etwas von Maus und Monster …

Worum es uns geht

Das Monster

„Kannst du bitte etwas lauter sprechen, damit dich alle hören können?!“ Immer wieder haben wir mit diesen oder ähnlichen Worten Kinder ermuntert, sich lauter zu artikulieren, damit auch sie gehört werden. Ähnlich häufig fallen auch Sätze wie „Du brauchst nicht so laut zu sprechen, wir haben alle gute Ohren!“. Diese Kinder müssen noch lernen, ihre Bedürfnisse, ihre Gefühle, ihre Wünsche in einer achtsamen Art und Weise zu äußern.

Seit nunmehr 20 Jahren arbeiten wir als Grundschullehrerinnen täglich mit unterschiedlichsten Kindern zusammen. Gerade wenn es um das Erzählen im Stuhlkreis, den Klassenrat oder andere Gesprächsformen geht, fallen uns zum einen die Schüchternen auf, die sich nicht trauen, ihre Bedürfnisse und Erlebnisse zu äußern und für sich einzustehen; zum anderen fallen die Kinder auf, die sich in den Mittelpunkt stellen, ohne auf die anderen Kinder Rücksicht zu nehmen und ihre Bedürfnisse „laut-stark“ einfordern.

Natürlich sind nicht alle Leute Mäuse oder Monster, die meisten sind einfach sie selbst:

freundlich, ehrlich, rücksichtsvoll, so richtig zum Gernhaben.

Pat Palmer: Die Maus, das Monster und ich, S. 12

Inspiration

In Anlehnung an das Buch „Die Maus, das Monster und ich“ von Pat Palmer (Verlag Mebes & Noack) entwickelte sich unsere Idee des Figurentheaterstücks „Ich steh' fest“, in dem die kleine, piepsige Maus und das polterige, vorlaute Monster versuchen, miteinander zu kommunizieren. Diese gegensätzlichen Charaktere lassen sich durch die Maus und das Monster gut darstellen und bieten u. E. den Kindern eine gute Identifikationsmöglichkeit.

Worum geht es uns im Einzelnen?

Wir wollen das Selbstbewusstsein der „Mäuse“ nachhaltig stärken und gleichzeitig den Blick des „Monsters“ für Andere schärfen.

  • sich freundlich, aber bestimmt abzugrenzen
  • NEIN zu sagen und dazu zu stehen
  • die Körperhaltung als Basis für ein klares Auftreten einzusetzen

Und natürlich wollen wir, dass die Kinder Spaß und Freude an unserem Stück haben. Denn erwiesenermaßen lernt es sich mit einem Lachen leichter.

Mithilfe eines Verses und eines Liedes mit eingängiger Melodie sollen die Kinder Hilfen an die Hand bekommen, die sie begleiten und in diesen besonderen Situationen helfen, eine starke und klare Haltung einzunehmen und in einem angemessenen Ton mit passenden Worten dem Anderen gegenüber zu treten.

Organisatorisches

Zielgruppe
Vorschuldkinder und Kinder der 1. und 2. Klasse (ca. 5 bis 8 Jahre)
Publikum
ca. 60 Kinder, auch klassenübergreifend
Dauer
eine Schulstunde (45 Minuten)
Ablauf
ein Figurentheaterstück mit Bewegung, Rhythmik und Musik, unter Einbeziehung der Kinder
Raum
eine Aula oder ein großer Klassenraum (mit Steckdose)

Flyer als PDF

Wie kann es weitergehen?

Mit unserem Projektordner möchten wir ErzieherInnen und Lehrkräfte darin unterstützen, das Thema aufzugreifen und fortzuführen. Es liegt uns sehr am Herzen, die Kinder langfristig in ihrem Auftreten und ihrem Bewusstsein im Umgang mit sich und anderen zu sensibilisieren und zu stärken.